DSG-Direktschaltgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe

DSG ist die Abkürzung für „Direktschaltgetriebe“, ein Marketingname der VW Gruppe der sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt hat. ( wie Tempo bei Papiertaschentücher) . Technisch sinnvoll ist die Bezeichnung Doppelkupplungsgetriebe dessen Abkürzung DKG nicht sehr geläufig ist oder die englische Bezeichnung Dual Clutch Transmission DCT.

Die Kraftübertragung

Wie beim Schaltgetriebe wird die Kraft über Zahnradpaare übertragen, die sich auf zwei nebeneinander liegenden Wellen befinden. Das Besondere! Es sind zwei Getriebe in einem Gehäuse. Ein „Getriebe“ hat die ungeraden Gänge (1, 3,und 5), das andere „Getriebe“ die geraden Gänge (2, 3 und 6).

Die Schaltung

Wie beim Schaltgetriebe gibt es Schalträder, die mit Hilfe von Schiebemuffen und Synchronkörpern geschaltet werden.

Die Kupplungen

Freiläufe helfen die Schaltungen zu steuern. Sie lassen beispielsweise zu, dass das Sonnenrad sich gegenüber den Planeten in eine Richtung drehen kann, in entgegengesetzter Richtung sperrt er. Damit wird verhindert, dass das Getriebe beim Gangwechsel „durchrutscht“. Die moderne elektronische Steuerung macht sie überflüssig, darüber hinaus schränkt der Einsatz von Freiläufen die Möglichkeit viele Gänge zu steuern extrem ein.

Beispiel: die Schaltung vom 1. zum 2. Gang

Der 1. Gang ist eingelegt, die entsprechende Kupplung geschlossen. Der 2. Gang ist ebenfalls eingelegt, da aber die entsprechende Kupplung noch geöffnet ist, wird darüber keine Kraft übertragen. Die Schaltung erfolgt nun, in dem die Kupplung für den 2. Gang schlisst, und gleichzeitig die Kupplung für den 1. Gang löst. Es ist dadurch eine fließende oder sanfte Schaltung möglich, ohne die Motorleistung ganz zurückzunehmen.

Die Steuerung

Die beiden Kupplungen, und die Schaltmuffen müssen gesteuert werden. Dazu gibt es im DSG von VW und Audi einen Schaltschieber mit integriertem Elektronischem Steuergerät ähnlich dem der klassischen Automatik.